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  • Trüffelverband stoppt Verbraucherverwirrung!
    Neue Leitsätze der deutschen Lebensmittelbuch-Kommission 

    Der Verband für Trüffelanbau und Nutzung in Deutschland e.V. hat durch einen Antrag an die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommision (DLMBK) eine Änderung in der Neufassung der „Leitsätze für Speisepilze und Speisepilzerzeugnisse“ erwirkt.

    Echte Trüffel gehören zu den teuersten Speisepilzen der Welt. Kommen sie in Deutschland in den Handel, muss ihre Kennzeichnung den sogenannten „Leitsätzen der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission“ entsprechen.

    Meist kommen die verschiedenen Trüffelarten in Deutschland mit ihren deutschen Verkehrsbezeichnungen in den Handel. Bis zur aktuellen Anpassung der Leitsätze war dabei in Deutschland die Verkehrsbezeichnung „Schwarze Trüffel“ für die geringwertigen asiatischen Trüffelarten Tuber indicum oder Tuber himalayense zulässig. Dadurch kam es seitens der Verbraucher regelmäßig zu Verwechselungen mit der sehr wertvollen Perigord-Trüffel (Tuber melanosporum), die umgangssprachlich oft als schwarze Trüffel bezeichnet wird. Statt einer hochwertigen "Perigord-Trüffel" mit einem Marktwert von ca. 1000 – 2000 €/kg haben Kunden in diesem Fall minderwertige Chinatrüffel erstanden, die einem reellen Marktwert von schätzungsweise  30 €/kg entsprechen. Die Enttäuschung war in diesem Fall vorprogrammiert.

    Auf Initiative des Deutschen Trüffelverbandes sind nun für den Handel mit frischen Trüffeln in den Leitsätzen der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission folgende Änderungen in Kraft getreten:

    • Die asiatischen Trüffel dürfen nur noch unter  den Bezeichnungen Chinesische Trüffel und China-Trüffel und nicht mehr als „Schwarze Trüffel“ gehandelt werden.
    • Die Bezeichnung „Schwarze Trüffel“ ist eine weitere offizielle Bezeichnung für die Perigord-Trüffel (Tuber melanosporum). 
    • Für die in Deutschland inzwischen regelmäßig angebaute Burgundertrüffel ist nur noch deren korrekter wissenschaftlicher Name Tuber aestivum zulässig. Der früher für diese Trüffelart parallel verwendete lateinische Name Tuber uncinatum entfällt.

    Die neuen Leitsätze sind ab sofort auch auf der Webseite der DLMBK  und des BMEL als PDF-Datei abrufbar.

  • Kennzeichnung von Trüffelprodukten ist unzureichend

    Trüffelprodukte sind unzureichend gekennzeichnet  – von den Nachbarländern Frankreich und Schweiz lernen

    Vor Beginn der Saison einiger Trüffelarten und rechtzeitig vor den Festlichkeiten am Jahresende, weist der Trüffelverband e.V. darauf hin, dass die Vorgaben zur Kennzeichnung von Trüffelprodukten in Deutschland ungenügend sind und zu Enttäuschungen bei den Verbrauchern führen können. Unter „Trüffel“ versteht ein Konsument einen wertvollen, unterirdisch gewachsenen Pilz mit einer hohen Qualität und Einzigartigkeit des natürlichen Duft- und Geschmackserlebnisses.
    Die Kennzeichnung von Pilzen und Pilzprodukten wird in den Leitsätzen der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission festgeschrieben. Die Verwendung des Begriffes „Trüffel“ in Kombination mit anderen Lebensmittelbezeichnungen wie „Wurst, Schinken, Käse“ etc. unterliegt in Deutschland keinen Vorgaben an einen Mindestgehalt von Trüffeln. In der Schweiz oder in Frankreich gibt es hierfür hingegen eindeutige Bestimmungen.
    Die Trüffelarten werden mit deutschen Verkehrsbezeichnungen benannt.  Der Begriff „Schwarze Trüffel“, der in der Schweiz mit „Echtem Schwarzen Trüffel“, in Frankreich mit „truffe noire“ oder im Englischen mit „black truffle“ den wertvollen Perigord-Trüffel (Tuber melanosporum) bezeichnet, ist in Deutschland die Verkehrsbezeichnung für die  geringwertigeren Trüffelarten Tuber indicum inkl. Tuber himalayense. Auch Wikipedia, eines der häufig genutzten Internetnachschlagewerke, führt auf, dass der Perigord-Trüffel auch „Schwarzer Trüffel“ genannt wird und zu den teuersten Speisepilzen der Welt gehört.
    Es kann nicht sein, dass ein Konsument, der ein Produkt mit „Schwarzen Trüffeln“ kauft, glaubt, er habe ein Produkt mit Anteilen von Trüffeln zu einem Marktwert von ca. 1500 – 2000 €/kg (Perigord-Trüffel) erstanden und tatsächlich sind Chinatrüffel für 100 €/kg enthalten. Der Trüffelverband e.V. fordert die Streichung der Verkehrsbezeichnung „Schwarze Trüffel“ für Chinatrüffel und für alle Trüffel zusätzlich zur Nennung der Verkehrsbezeichnung die Angabe des wissenschaftlichen Pilznamens. Der Geruch und Geschmack der schwarzen Perigord-Trüffel, der weißen Alba-Trüffel oder unserer heimischen Burgundertrüffel besteht aus über 50 Aromen. Diese Trüffelarten sind gerade wegen ihres sehr vielschichtigen Geschmacks hoch geschätzt und teuer gehandelt. Diese Geschmacksvielfalt können künstliche Trüffelaromen, die nur einige wenige Komponenten enthalten, nicht vollständig nachbilden. Hochwertige Trüffelprodukte sollen aus Sicht des Trüffelverbandes auf künstliche Aromen verzichten und Trüffel mit klarer Deklaration in Mindestmengen enthalten.

    Hier finden Sie die Pressemitteilung zum Download.

 

  • Rechtliche Grundlagen für den Trüffelanbau in Baden-Württemberg

    Der Trüffelverband hat die Broschüre „Rechtliche Grundlagen für den Trüffelanbau in Baden-Württemberg“ verfasst. Mit dieser Broschüre möchten wir einen Überblick über die Rechtsgrundlagen für den Trüffelanbau geben. Eine Beratung für die Einzelflächen kann sie nicht ersetzen. Diese Schrift soll unseren Verbandsmitgliedern sowie den Fachverwaltungen als Hilfestellung für konkrete Vorhaben dienen.
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